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Warum einen Boxer?
Warum hast du dir einen Boxer zugelegt?
Dieser Frage muss sich jeder Boxerbesitzer immer wieder stellen und im gleichen Atemzug wird man darüber aufgeklärt, dass man doch eigentlich einen kranken Hund an der Leine hat. Danach müsste jeder Boxer nur noch schwere HD (Hüftgelenksdysplasie) haben, herzkrank sein und natürlich nicht zu vergessen, jeder Boxer sabbert.
Mit diesem Bild unseres Boxers konfrontiert, muss man als Liebhaber dieser Rasse, erst einmal tief, sehr tief durchatmen.
Wenn man sich damit beschäftigt, wie viel in den Jahrzehnten der Boxerzucht geschehen ist, dann ist die Leistung der Züchter, dem Boxer das Sabbern wegzuzüchten wirklich das geringste ihrer Leistungen.
Heute steht der Boxer, als gesunder und robuster Hund seinem Menschen zur Seite. Der Verein und damit seine Züchter tun sehr viel um die Zuchtauswahl der Elterntiere zu optimieren. Viele Untersuchungen und, in der heutigen Zeit die Zuchtwertschätzung, sollen helfen gesunde Tiere zur Zucht zu verwenden. Der Boxer-Klub stellt eine Vielzahl von Statistiken auf um das Gesundheitsbild unseres Boxers zu dokumentieren. Daraus kann man den Schluss ziehen, viele Rassen - egal ob groß oder klein - sollten erstmal versuchen so ein gesundes Bild zu vermitteln, wie der Boxer.
Doch diese Erwägungen haben mich damals nicht dazu gebracht einen Boxer anzuschaffen. Vielmehr habe ich den Boxer als liebevollen, selbstbewussten, ruhigen und ausgeglichenen Hund kennen gelernt. Seine Familienbezogenheit, seine Anhänglichkeit sowie seine Kinderliebe haben meine Liebe zu dieser Rasse geweckt. Die überschwenglichkeit seiner Gefühle kann kaum zu bändigen sein, so sehr kann sich der Boxer freuen, doch gleichzeitig ist er Menschen und Kindern gegenüber äußerst liebevoll und sanftmütig, ist selber jedoch auch sehr liebebedürftig. Er ist immer zu einem Spiel aufgelegt, doch wird er nie dabei unruhig oder nervös. Er kann ein Clown für seinen Menschen sein, ihn zum lachen bringen durch Gesten oder Mimik. Bis ins hohe Alter wird sein Temperament seinen Menschen immer wieder dazu bringen, amüsiert seinen Kopf über seinen Boxer zu schütteln.
Doch sollte man nach dieser Schilderung nicht meinen, man habe es mit einem dummen, einfältigen Hund zu tun. Nein im Gegenteil, der Boxer ist ein intelligenter Hund. Viele werden nun sagen, Intelligenz bei einem Hund gibt es nicht, doch die Lernfähigkeit, die Kombinationsgabe und das Umsetzen des Gelernten ist für einen Boxer sprichwörtlich.
Sein Einsatz als Gebrauchshund setzt eine Wachsamkeit, einen Mut voraus, den der Boxer in sich vereinigt, ohne hinterhältig oder falsch zu sein. Seine Leistungsfähigkeit und seine guten Weseneigenschaften sind gute Voraussetzungen für einen Gebrauchshund.
Da ich mich der Gebrauchshundeausbildung zugewandt habe, die eine sehr umfangreiche Ausbildung in Fährte - Unterordnung - und Schutzdienst vorsieht, steht dem Gebrauchshund Boxer eine intensive, aber schöne Zeit der Ausbildung bevor. Ein Boxer will arbeiten, er braucht diese Anforderung, gleichzeitig sucht er die Nähe zu seinem Menschen.
Viele sagen, ein Boxer sei nicht so gut für den Gebrauchshundesport geeignet wie manch andere Rasse. Doch diesen Leuten möchte ich nur folgendes erwidern: Ein Boxer ist genauso gut als Gebrauchshund zu verwenden wie jede andere Gebrauchshunderasse! Er ist ebenso gut zu erziehen, ist ebenso gehorsam, doch neigt der Boxer nicht zu Unterwürfigkeit, nein er ist ein Partner und ein Freund!
Dieser Artikel ist durch meine Freude und meine Liebe zu dieser Rasse geprägt, doch lade ich jeden ein: Gehen sie zu einem Boxerbesitzer, gehen sie in die Ortsgruppen des Boxer-Klubs, kommen sie in unsere Gruppe und lernen sie unsere Boxer kennen und urteilen sie selbst! Lassen sie sich von unseren Samtschnauzen zeigen, dass Vorurteile sehr schnell dahinschmelzen können.
Welpenvermittlung:
Landesgruppe BW
Boxer-Klub München